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| Der Vergangenheit zum Gedächtnis, der
Gegenwart zur Ehre, der Zukunft zur Nacheiferung schuf Hauptmann Gruner im Jahre 1900 als Merkstein für kommende Geschlechter und als steter Begleiter ferner Zeitläufe das Goldene Buch der Gesellschaft. Die ersten Seiten zeigen einen kurzen geschichtlichen Überblick und die Erklärung der die einzelnen Blätter zierenden Randleisten. Die obere Mitte unter baldachinartiger Verzierung trägt das Wohlgelungene Bild Fürst Heinrich XXII., welcher länger denn 25 Jahre hindurch, in seiner ganzen Regierungszeit, auch dem Priv. Bürgerschützen - Corps seine Fürsorge angedeihen ließ. Rechts oben ist das Bildnis Fürst Heinrich XI., der die ersten Statuten genehmigte und das Privilegium erteilte, den Königsschild stiftete und den Schützenplatz mit Rückfallsrecht überwies ; links oben das Bildnis Heinrich XX., welcher im Jahre 1851 der Schützenkompanie für die bewiesene loyale Haltung und treu geleistet Dienste in unruhigen Zeiten 1826 und 1848 - 1850 den Schießplatz als freies Eigentum ohne Rückfallsrecht schenkte. Die Randleiste links zeigt im Bilde die damals neue und Zeitentsprechende kleidsame Uniform von ; Jahre 1822 ( Frack, Bonapartehut mit Federbusch) und rechts im Bilde befindet sich die im Jahre 1848 eingeführte Uniform, die von der I Abteilung, den sogen. grünen Schützen bis zur Einführung der Einheitsuniform getragen worden ist. In den Bildern unten links und rechts ist das alte Schützenhaus aus dem Jahre 1836 und das im Jahre 1867 Neuerbaute heute noch stehende Schützenhaus dargestellt. Das Bild mitten unten zeigt Hauptmann Gruner selbst. Festgehalten zu werden verdient, dass im Jahre 1900 die Gesellschaft sich zusammensetzte aus 77 Mitgliedern der I. Abteilung (grüne Schützen), II. Abteilung (zuletzt Kaiserjäger) keine und 17 Mitglieder der III. Abteilung (schwarze Schützen) An Ehrenmitgliedern verzeichnet 1900 die Gesellschaft : Freiherr. Titz von Titzenhofer, Oberst und Fürstl. Hofmarschall, Hofmann, Heinrich, Landgerichtspräsident, Hanitsch, Dr. jur., Regierungs und Consistorialrat, Rosinsky, Ad., Hofzimmermeister und Schützenmajor, Gera, Rein, Herrmann, Dr. jur., Obergerichtsanwalt, Strauß, Carl, Drechslermeister, von Meding, Geh. Regierungs und Consistorialrat, späterer Regierungspräsident. 1900 schon setzten die ersten Verhandlungen mit der Staatseisenbahn ein, welche den Schützenplatz zum Ausbau eines Güterbahnhofes haben wollte. Nachdem Fürst Heinrich XXII. die Genehmigung zum Verkauf des Platzes gegeben hatte, bot die Staatsbahn einen zu niedrigen Preis, so dass sich die Verhandlungen zerschlugen. |
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Fürst Heinrich XXII. Protektor gest. 1902 |
| An der in diesem Jahre begangenen Feier des 120jährigen
Bestehens der Schützengesellschaft nahm Fürst Heinrich XXII. regen Anteil und bestätigte die in diesem Jahre revidierten Statuten. |