Die Privilegierung der Schützengesellschaft geht aktenmäßig auf das
Jahr 1780 zurück, weshalb dieses Jahr als das eigentliche Gründungsjahr
angesehen wird. Als Gründer werden in den im Greizer Staatsarchiv aufbewahrten
Dokumenten aufgeführt:
 
Kaufmann Heinrich August Oertel
Carl Ludwig Schöffel (Scheffel?)
Andreas Köthe
 

Am 21. August 1780 genehmigte Fürst Heinrich XI. die von Oertel und Genossen
eingereichten Statuten, entsprach dem Gesuch um Privilegierung einer Schützenkompanie
und schenkte den Schützen am 28. August 1780 den silbernen Königsschild,
den Gürtlermeister Johann Friedrich Rohn angefertigt hatte und der seitdem jedes Königs
klein ist. Geschossen wurde damals im Ziegel-Wirtshaus in Pohliz.
Die Uniform war grüner Rock, rote Weste, schwarzes Beinkleid und Hut. Das erste
Vogelschießen fand am 28. und 29. August statt Oertel war Hauptmann,
Schöffel Ober- und Köthe Unterschützenmeister. Die Vogelschiessen fanden jeweils am
Montag nach der Ernte statt. Die Landherrschaft gewährte für den Königsschuss
ein tranksteuerfreies Gebräude Bier.