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| Im Jahre 1883 wurden erneut Versuche zur
Bildung einer neuen II. Abteilung aufgenommen, die zu einer Statutenänderung führten, auf Grund derer dann im Mai 1884 als II. Abteilung die so genannten Kaiserjäger gebildet wurden. Nach den im Jahre 1884 revidierten und von Fürst Heinrich XXII. genehmigten Statuten, bestand das Priv. Bürger-Schützen-Corps aus einer I. Abteilung, den so genannten grünen Schützen mit der Uniform aus dem Jahre 1848, aus einer II. Abteilung, den so genannten Kaiserjägern mit der Uniform der ehem. österreichischen Jäger und der III. Abteilung, den so genannten schwarzen Schützen, die keine Uniform trugen. Der Schießsport nahm mit jedem Jahre zu, so das 1885 an einer Verbreiterung des Schießstandes gedacht werden musste, dem anschließend im gleichen Jahre der Bau der Hauptwache folgte. 1889 übernahm der Kamerad der I. Abteilung Richard Tittmann das Amt des Schützensekretärs, welche Tätigkeit er bis zum Jahre 1922 in reger Schaffensfreudigkeit ausübte. Aus Dankbarkeit für die geleisteten Dienste ernannte ihn die Direktion der Gesellschaft zum Offizier. Trotz des vorgeschrittenen Alters hat Oberleutnant Tittmann bis heute seine Anteilnahme an der Gesellschaft bewahrt und ist besonders in den letzten Jahren auch als Dichter dem jeweiligen Königspaare gewidmeter Tafellieder hervorgetreten. Als 1890 der regierende König von Sachsen zum Besuch des Fürstenhauses in Greiz weilte, stellte das Bürgerschützenkorps u. a. auch mit den Ehrendienst. 1894 wurden die revidierten Statuten der Fahnenstiftung von Fürst Heinrich XXII. genehmigt. |
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Wilhelm Gruner, Kommandant von 1895-1905 Ehren - Major |
| Die folgenden Jahre brachten mit dem Fürstl.
Stallwachtmeister Wilhelm Gruner als Hauptmann, der die Führung im Jahre 1895 übernahm, eine Glanzzeit für die Gesellschaft, wie sie solche lange nicht erlebt hatte und wohl auch nicht gleich wieder erleben wird. Wilhelm Gruner verstand es, den Geist der Kameradschaft unter den Schützen aller Abteilungen (grüne und Schwarze die sogen. Kaiserjäger waren inzwischen wieder eingegangen) zu wecken und insbesondere das Fürstliche Haus für die Belange der Schützen lebhaft zu interessieren. Es war Tradition geworden, dass am Tage des ersten Auszugs der Schützen in der Vogelschießwoche (gewöhnlich Mittwoch) Fürst Heinrich XXII. durch die Straßen der Stadt fuhr und es verging kein Schützenfest, an dem er nicht an einem Tage einige Stunden auf dem Festplatz unter seinen Schützen weilte. Die Genehmigung der Königswahl betrachtete der Fürst als einen seiner Vorzüge. |